FortiOS 4.0: Sicherheit und Netzwerkoptimierung in einer Appliance

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Fortinet hat auf der Cebit in Hannover sein neue Betriebssystem FortiOS 4.0 vorgestellt. Es kommt auf den FortiGate Multi-Threat Security Appliances zum Einsatz und stattet diese mit neuen Funktionen aus. Der Fokus liegt auf der Kombination aus Sicherheits- und Netzwerkdiensten für Unternehmensnetze.

Zu den neuen Features zählen Application Control, Data Leakage Prevention (DLP), WAN-Optimierung und SSL-Inspection. Durch die Ergänzung von Security- durch Netzwerkfunktionen sollen die Kunden von Fortinet Kosten sparen und durch den Einsatz weniger physischer Geräte den CO2-Ausstoß und Platzverbrauch reduzieren.

Die Application Control soll Datenverkehr applikationsnah und nicht erst am Port oder über das Protokoll erkennen. Richtlinien für über 1.000 Applikationen sollen sich so einhalten lassen. DLP soll hingegen bei der Identifizierung und dem Schutz vertraulicher Informationen außerhalb der Netzwerkgrenzen helfen. Sie greift laut Hersteller auch bei verschlüsseltem Datenverkehr. SSL-Inspection soll zudem den Schutz und die Richtlinienkontrolle für verschlüsselten Datenverkehr verbessern. Dabei werden laut Fortinet verdeckte Kommunikationsdaten überprüft, der Schutz für Web- und Applikationsserver erhöht und der Einblick in den Netzwerkverkehr verbessert. Zudem soll die WAN-Optimierung den WAN-Zugriff auf Applikationen optimieren und zugleich die Multi-Threat-Security sicherstellen. Allerdings setzt das FortiGate-Modelle mit lokalem Speicher voraus.

FortiOS 4.0 kann als Firmware-Update bezogen werden. Allerdings weist Fortinet darauf hin, dass sich weniger als 5 Prozent der aktuell implementierten FortiGate Appliances Hardware-bedingt nicht aktualisieren lassen. (Christian Lanzerath)