Fujitsu will von München aus Indien erobern

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In einem teuren Industrieland produzieren, um den Markt eines Niedrigpreis-Schwellenlandes zu erobern? Ein gewagtes Experiment, das Fujitsu da anstößt.

Outsourcing einmal anders: Durch die Komplettübernahme von Fujitsu Siemens Computers (FSC) sitzen die Japaner auf der größten PC-Produktionskapazität Europas. Der Ausstoß soll nach Indien umgeleitet werden. Volkswirtschaftler werden einwenden, dass es gar nicht auf die Stundenlöhne der deutschen Facharbeiter am Band ankomme, sondern auf den effektiven Stückpreis der Ware. Hohe Automatisierungsquote, effektive Produktionsabläufe und große Volumina können dafür sorgen, dass sich der vermeintlich teure Standort schnell relativiert. Da müssen die neuen Herren im Haus das ehemalige Joint-Ventures bestimmt noch auf Effizienz trimmen, bevor es mit der indischen Markteroberung klappen dürfte. Der dortige Fujitsu-Ableger werde nun München unterstellt. Die IT-Branche wird dieses ungewöhnliche Experiment mit Interesse beobachten. (rm)

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