AVG: Neue Technik schützt vor Identitätsklau

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Den Identitätsdiebstahl im Web will AVG mit einer neuen Technik stoppen. Dabei analysiert die Software das Verhalten von potentieller Malware. Virensignaturen werden nicht benutzt.

Der niederländische Antivirenspezialist AVG will PC-Anwender in Zukunft mit einer neuen Technik schützen. Die so genannte Identity Protection analysiert das Verhalten von Software-Code und blockiert diesen, wenn er beispielsweise versucht, persönliche Daten auf dem Rechner abzugreifen. Herkömmliche Antiviren-Programme gleichen unbekannte Dateien mit den Signaturen bekannter Malware ab.

Nach Angaben des Marktforschungsintituts Javelin Strategy & Research ist der Identitätsdiebstahl, also der Diebstahl von Passwörtern, Kontodaten und Kreditkartennummern, das häufigste Internet-Delikt und hat allein 2008 in den USA einen Schaden von 48 Milliarden Dollar angerichtet.

Die AVG-Technik soll hier helfen, den Diebstahl der identitätsbezogenen Daten zu verhindern. Angeblich lernt die AVG-Technik selbstständig dazu, während sie das Verhalten von Schadsoftware registriert. Ein tägliches Update der Virensignaturen ist hierbei nicht nötig.

Allerdings macht die Technik die vorhandenen Antiviren-Programme und Firewalls auf dem Rechner keinesfalls überflüssig, sondern soll vielmehr als zusätzlicher Schutz mitlaufen. Dementsprechend vermarktet AVG die Software auch als eigenes Produkt zum Preis von knapp 20 Euro. Eine Ausnahme macht die Security-Suite Internet Security, deren aktuelle Version 8.5 bereits mit Identity Protection kombiniert wird.

Neben dem neuen Identity Protection legt AVG auch von der bekannten Antivirensoftware Antivirus eine neue Version vor.
(Mehmet Toprak)

Autor: mehmet
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