World of Warcraft – leider eine echte Killer-App

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Die Nahtod-Erfahrung eines 15-Jährigen führt der schwedischen Gesellschaft vor Augen, dass Online-Gaming gefährlich abhängig machen kann.

Nach über 24 Stunden Dauerspiel ohne Pause brach der junge Schwede am Rechner zusammen und verfiel in einen epileptischen Anfall. Schlafentzug, Nahrungsmangel und der starre Blick auf den Schirm hatten die Nah-Tod-Erfahrung ausgelöst. Notfallmediziner konnten ihn gerade noch so retten.
In den skandinavischen Medien kochte der Fall ziemlich hoch. Die Jugendschutzorganisation des Landes stufte WoW gerade als “das gefährlichste Game im Markt” ein, die schwedischen Therapeuten warnen längst, dass Massively Multiplayer Online Role Playing Games (MMORPG) zu einer stärkeren Abhängigkeit führen als Crack oder Kokain. “Einige Abhängige sind tatsächlich unfähig, sich selbst vom Bildschirm zu lösen. Sie würden wirklich bis zum Umfallen spielen”, fasst Sven Rollenhagen sein Untersuchungsergebnis zusammen. Wenn also keine Familienangehörigen da sind, die für einen Spielstop sorgen, werde es gefährlich.
Das schwedische Gesundheitsministerium sieht die Abhängigkeit von Computergames als ein weit verbreitetes Problem an. Leider habe sich die Medizin darauf noch nicht eingestellt und daher keine verlässliche Diagnostik für diesen Fall entwickelt. (rm)

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