Telekom: VDSL für alle

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Rechtzeitig zur CeBIT beschert die Deutsche Telekom auch ihren Konkurrenten den Zugang um schnellen VDSL-Netz. Liegt es daran, dass die Nachfrage nach IPTV nicht so richtig boomt?

Das Preismodell, das sich die Telekom ausgedacht hat, beruht darauf, dass die Unternehmen, denen man die VDSL-Leitungen vermieten will, davon profitieren sollen, wenn sie möglichst viele neue Kunden keilen – ist die Auslastung hoch, sollen die Preise sinken.

Das mit 50 Megabit pro Sekunde deutlich schnellere Internet ist nicht nur Voraussetzung für neue Dienste, sondern auch von entscheidender Bedeutung für die Ausbreitung von IPTV, das mit derzeitigen DSL-Verbindungen bei steigender Nutzung (wovon man in den Telko-Chefetagen ausgeht) nicht mehr richtig schön funktionieren würde.

Die Telekom will ihren Vertragspartnern ein gemeinsames Angebot für Telefon und Internet machen, das sie dann an ihre eigenen Kunden weitergeben können. In der derzeitigen Nutzungssituation betrage der monatliche Preis laut Telekom etwa 30 Euro; Gespräche würden derzeit mit Vodafone und 1&1 geführt.

Außerdem will die Telekom auch selbst verschärft um neue VDSL-Kunden werben, die damit auch das Entertainment-Angebot des Unternehmens nutzen – bislang nutzen nur 500.000 Kunden diesen Service, von denen nicht einmal alle auf VDSL zurückgreifen. Damit sich das ändert, soll auch hier an der Preisschraube gedreht werden – nach unten: Der derzeitige Preis von 54,95 Euro für die Kombination Telefon/Internet/IPTV liegt derzeit bei 54,95 und soll um einen nicht näher bezeichneten Betrag sinken. [gk]

Reuters