Telekom öffnet VDSL-Netz für Konkurrenz

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Die Telekom hat angekündigt, ihr VDSL-Netz für Wettbewerber zu öffnen. Bisher hat die Konkurrenz nur Zugang zu den DSL-Kupferkabeln und nicht zu den Glasfaserleitungen, mit denen die Telekom derzeit knapp 10 Millionen Deutsche mit bis zu 50 MBit pro Sekunde ans Internet anschließen kann.

Der Konzern hat das VDSL-Netz bisher in den 50 größten Städten Deutschlands ausgebaut, nun sollen auch die ländlichen Gegenden folgen. Dafür will die Telekom mit Wettbewerbern zusammenarbeiten. So teste man mit Vodafone in Würzburg und Heilbronn, wie ein gemeinsamer VDSL-Ausbau funktionieren kann. Mit EWE habe man vereinbart, beim Glasfaserausbau in acht niedersächsischen Städten und in Bremerhaven zu kooperieren.

Der Provider betont, dass man diesen Schritt ohne regulatorische Vorgaben und freiwillig tue. Die Konkurrenz verlangte dies schon lange, bisher hatte die Bundesnetzagentur die Telekom aber noch nicht dazu verpflichtet. Konkurrenten, die am Zugang zum VDSL-Netz Interesse haben, verspricht das Bonner Unternehmen ein Double-Play-Angebot aus Internet- und Telefonanschluss, dass die Wettbewerber wiederum an ihre Kunden weitergeben können.

Zudem will die Telekom das eigene Entertain-Angebot im Preis senken, um weitere Kunden für TV via Internet zu gewinnen. (Christian Lanzerath)