Yahoo: Jetzt kommt die Reorganisation

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Es liegt ein Hauch Stalin in der Luft: Mehr Zentralismus heißt die Devise bei der neuen Yahoo-Chefin, und etwas gesäubert wird auch noch.

Als Vertreter der alten Garde gehen Blake Jorgenesen (Chief Financial Officer) und Marco Boerries (Chef der Abteilung Connected Life) von Bord; ersterer wohl, weil seine Finanzpläne an der Wall Street keine rechte Euphorie entfachen konnten, letzterer offiziell aus privaten Gründen.

Neu-Chefin Carol Bartz derweil will bei Yahoo die (wie sie sie nennt) “Silos” abbauen, die Yahoo als Firma verlangsamt hätten. Konkret heißt das, dass die Managementstrukturen vereinfacht werden; zum Beispiel sollen alle Technologie- und Produktabteilungen zu einer einzigen zusammengefasst werden. Zudem wird die geographische Herangehensweise der üblichen amerikanischen Weltsicht angepasst: Künftig wird es nur noch Nordamerika und International (sprich: Rest der Welt) geben.

Analysten halten das alles für einen Schritt in die richtige Richtung: Schließlich habe das so genannte Matrix-Management der Vergangenheit vor allem für Unklarheit gesorgt, wer für was zuständig war. Allerdings ist man sich einig, dass das noch nicht alles gewesen sein darf – und vor allem das Verhältnis zu Microsoft wollen die Investoren nun endlich geklärt sehen, zumal Steve Ballmer erst zum Wochenanfang wieder um Yahoo gebalzt hat. [gk]

Reuters