UFO-Hacker soll doch ausgeliefert werden

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Das Hin- und Her um den als UFO-Hacker bekannten Gary McKinnon ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Anscheinend soll er doch an die USA übergeben werden.

Der britische Crown Prosecution Service (CPS) hat sich dagegen entschieden, McKinnon in Großbritannien zu verurteilen. Dadurch ist jetzt der Weg für die USA geebnet, den Computerexperten vor ein amerikanisches Gericht zu zerren. In den Vereinigten Staaten drohen dem unter Ansperger Syndrom leidenden 43-Jährigen Engländer bis zu 60 Jahre Haft. Die letzte Hoffnung für den UFO-Hacker ist ein britische Richter, der das Urteil des CPS noch kippen könnte. Eine ganze Reihe von lokalen Politikern hat sich bereits für den Angeklagten eingesetzt. So hat Londons Bürgermeister beispielsweise einen offenen Brief an den US-Präsidenten geschrieben.

McKinnon drang unerlaubt in die Rechner von NASA, Airforce, Verteidigungsministerium, Navy und Army ein. Er war dabei auf der Suche nach Beweisen für außerirdische Intelligenz. Das US-Justizministerium möchte McKinnon in den USA verurteilen und in ein Hochsicherheitsgefängnis stecken. Der Anwalt des Hackers wies darauf hin, dass durch Auslieferung die Gesundheit des 43-Jährigen massiv gefährdet wird. Auch die Mutter des Angeklagten ist ähnlicher Meinung und unterstellt der britischen Regierung nicht genügend Souveränität gegenüber den Vereinigten Staaten. Bei seinen Nachforschungen ist McKinnon angeblich auf Beweise für Außerirdische Intelligenz gestoßen. (Maxim Roubintchik)