Juniper Networks träumt vom Super-Data-Center

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Der Infrastruktur-Spezialist legte gestern einen ambitionierten Zukunftsplan vor, der die Entwicklung der nächsten Data-Center-Generation vorsieht.

Juniper Networks will im Stratus Project die technologische Infrastuktur aus Hardware, Software und Dienstleistung vereinen. Das ganze System soll ein Quantensprung in Skalierbarkeit, Performance und Einfachheit sein. Es solle die Flexibilität haben, um vereinte Data Center wie auch virtualisierte Umgebungen zu unterstützen. Nach Junipers Vorstellungen soll die neue Plattform flach und ohne Blockaden sowie frei von Datenverlusten sein. Am Ethernet-Port soll der Datenstrom 10 Gigabit betragen, wobei das Mega-Data-Center von einer Handvoll Ports bis zur Größenordnung von zehntausenden Ports skalierbar sein solle.

Junipers jüngst angekündigte Data Centre Business Group soll das Stratus Project unter Leistung von Manager David Yen entwickeln. »Das Stratus Project ist dazu vorgesehen, die Schwachstellen des modernen Data Centers auszumerzen und das maximale Mögliche der Technologie Cloud Computing zu erschließen«, postuliert Yen. Allerdings sei ihm klar, dass die Neuerfindung und Entgratung des Data-Center-Netzwerks eine hart Nuss werde. Dafür benötige man eine einzigartige Expertise und entsprechend großzügige Ressourcen.

Das Erbe der bisherigen Architektur halte die Unternehmen auch davon ab, das volle Potential ihrer Data Center ausschöpfen zu können. David Yen sieht eine Zukunft mit Super-Data-Center vor sich, die dynamisch auf jede gewünschte Größe skaliert werden könnten und jede Ressource zur Verfügung stellen, die angefordert werde, inklusive Routing und Security-Services.
Die Vorarbeiten zum Stratus Project laufen bereits über ein Jahr und erbrachten schon 30 Patentanmeldungen. Die Idee hatte ursprünglich Junipers Technologiechef und Begründer Pradeep Sindhu.
(Ralf Müller)