Cyberkriminelle entdecken Google Trends

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Die heutigen Suchergebnisse präsentiert Ihnen die Nigeria-Connection. Vielen Dank für Ihr Geld. Googeln Sie doch bald mal wieder…!

Den Spürhunden der McAfee Avert Labs sei diese Woche aufgefallen, dass einige mit Malware verseuchte Websites im Top-Ranking bei Google auftauchen. Ihre Vermutung: Sie nutzen gezielt Google Trends aus, um mit Ihren Phishing-Seiten in den Top-Suchergebnissen aufzutauchen. Damit könnten Ihnen ein paar Millionen Opfer mehr als sonst auf den Leim gehen…
Senior-Virenjäger Craig Schmugar erzählt, dass die Profigangs ohnehin dazu übergegangen seien, für ihre malwaregeschwängerten Fakeseiten eine Suchmaschinen-Optimierung vorzunehmen und sie mit den aktuell populärsten Suchbegriffen zu spicken. Trick 2: Da die Kriminellen Copyrights sowieso nicht achten, “kopieren sie sich einfach den Inhalt der beliebtesten Sites im Web und packen sie auf ihre Fakepage.” So tauchen sie ebenfalls ganz oben im Ranking auf. In einem konkreten Fall geht die Zielseite direkt auf den Internet Explorer los und versucht, durch eine (seit drei Jahren bekannte) Lücke zu stoßen. Dann gibt es auf den Malware-Sites die typischen Fake-Pop-Ups, die vor einer Verseuchung warnen und die Installation einer (nicht echten) Sicherheitssoftware anbieten.
Schon im Oktober fürchteten Experten, dass die Malware-Chunta auf die Idee kommen könnte, Google Trends bewusst zu missbrauchen. Nun scheint es so weit zu sein – die Aktivitäten seien seit ein paar Tagen in größerer Zahl zu beobachten. (rm)

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