Intel reklamiert MID-Krone für sich

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Die Anstrengungen von Halbleiterhersteller ARM, sich in den Markt für Mobile Internet Devices vorzuarbeiten, gefallen Chipzilla kein bisschen. Das Imperium will zurückschlagen.

Pankaj Kedia, Intels MID-Ritter, deckte im Inquirer-Gespräch die Verteidigungsstrategie auf. Wichtigster Pfeiler in der Kette: Moorestown. Was die kommende Plattform für ein Mobile Internet Device bringen kann, wird das neue Mobilgerät beweisen, welches man gerade mit Partner LG Electronics auf die Beine stellt. Es läuft unter Moblin 2.0 und werde die Kunden vom Hocker hauen: Internet in vollster Pracht, Sprachausgabe, Gaming, Personal Navigation, Multimedia und natürlich mehr Rechenpower als jedes Smartphone. Den Durchbruch werde die x86-Kompatibilität bringen, da Software wie Browser, Plugins und Video-Codecs in breiter Fülle zu nutzen seien. ARM könne da einfach nicht mithalten.
Die genauen Leistungsdaten und Kennzahlen für die Moorestown-MIDs mochte Kedia leider nicht verraten. Angesichtes der INQ-Folterkeller rückte er aber immerhin damit heraus, dass Moorestown im Vergleich zu Menlow nur ein Zehntel der Energie verbrauche. Feintuning an der Architektur und am Board hätten das möglich gemacht. So sei das System in der Lage, alle Komponenten zu kontrollieren und bei Bedarf abzuschalten.
Moorestown werde im nächsten Jahr ausgeliefert. Wann genau das LG MID folgen werde, wollte Kedia nicht ausplaudern. Es dürfte aber nicht allzu spät in 2010 sein, denn immerhin stecke schon jetzt über ein Jahr Entwicklungszeit in dem gemeinsamen Produkt. (rm)

INQ UK