Google vs. Microsoft: Nennt ein Esel den anderen Langohr …

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Dass man selbst Fast-Monopolist ist, muss einen ja nicht daran hindern, anderen unlautere Marktbeherrschung vorzuwerfen. Sagt sich Google und will Microsoft bei der EU kräftig in die Pfanne hauen.

Es geht wieder einmal um die Dominanz auf dem Browser-Markt, und seit Google mit Chrome dort selbst um Aufmerksamkeit kämpft, ist das Verhältnis zu Microsoft nicht eben besser geworden. Und so ergreift Google nun die Gelegenheit, selbst als Kläger in dem Kontrollverfahren der EU anzutreten, das feststellen soll, ob MS die Kopplung von Windows und Internet Explorer genutzt hat, um sich unfaire Vorteile zu verschaffen.

Die Anbieter von Opera und Firefox haben sich bereits in das EU-Verfahren eingeklinkt, von dessen Ausgang offenbar auch Redmond annimmt, dass die IE-Verbreitung nicht mehr wie gehabt erlaubt sein wird – jedenfalls war im letzten Quartalsbericht für die Aktionäre bereits die Rede von einer Windows-Variante mit verschiedenen Browsern.

Dass Google offiziell Nebenkläger wird, verschafft dem Unternehmen Zugang zu vertraulichen Dokumenten und ermöglicht es ihm, Einspruch einzulegen – so kann man sich direkt dafür revanchieren, dass Microsoft in den USA auf ähnliche Art und Weise das Abkommen der Suchmaschine mit Yahoo torpediert hat.

Und da man weiß, dass Steve Balmmer Ballmer Steve Ballmer ist und bleibt, darf man jetzt schon gespannt sein, was Google dafür zurückbekommt … [gk]

Yahoo / AP