Red Hat: Neue Strategie bei der Virtualisierung

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Mit einem frischen KVM-Produktportfolio will der Linux-Distributor die Unternehmen von sich überzeugen.

Red Hat besitzt nun erstmals formal eine VM-Strategie. KVM steht übrigens für die Kernel-basierte Virtual Machine. Und genau diese sollen sich auf der Infrastruktur der Linux-Kunden breit machen. Dafür hat der Anbieter eine Reihe neuer Produkte zu bieten, die in langjähriger Entwicklungsarbeit entstanden. Dazu gehört auch ein eigenständiger Hypervisor (RHEV-H).
»Wir haben damit eine Premiere zu bieten: Unser Hypervisor ist der Welt erstes Exemplar mit Linux-Kernel«, erzählt Technologiechef Brian Stevens im Blog. Stolz ist er auf dessen schlanke Ausprägung, die unter 128 MByte bleibe.

Stevens verspricht den Kunden, dass existierende Xen-Installationen während der Lebensdauer von Enterprise Linux 5 weiterhin volle Unterstützung erfahren. Man könne sogar mit weiteren Produktergänzungen rechnen. »Aber klar, ansonsten schlagen wir die KVM-Richtung ein. Bei Neukunden werden wir versuchen, sie gleich davon zu überzeugen«, gibt der Technologiechef unumwunden zu.

Um die neue virtuelle Welt gut in den Griff zu kriegen, bietet Red Hat eine Reihe von Werkzeugen und Services an, die bei der Migration helfen. Lohn der Mühe laut Virtualisations-Direktor Navin Thadani: Performance, Kosten, Skalierbarkeit und Sicherheit fallen so günstig aus, dass es keine Argumente mehr gegen den Umstieg gebe.  (Ralf Müller)