EU will mehrere Browser auf Windows-Rechnern

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Im Verfahren gegen Microsoft zeichnet sich ab, dass die Wettbewerbshüter der EU den Software-Konzern zwingen wollen, auf Windows-Rechnern mehrere Browser anzubieten, damit die Anwender eine Wahlmöglichkeit haben.

Noch wartet die EU auf eine Stellungnahme von Microsoft im Wettbewerbsverfahren, doch es sieht so aus, als wolle man künftig verhindern, dass der Software-Konzern seinen Internet Explorer exklusiv mit Windows verknüpft. Gegenüber dem Magazin EurActiv.com erklärte Jonathan Todd, Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes, die Anwender müssten Wahlmöglichkeiten haben und es gäbe verschiedene Wege, das zu erreichen. So könne man etwa künftig ein Auswahlmenü mit verschiedenen Browsern einblenden lassen oder es den Computer- und Handy-Herstellern übertragen, auf ihren Systemen verschiedene Browser anzubieten.

Keinesfalls will man den Fehler wiederholen, den man beim Windows Media Player begangen hatte. Im damaligen Wettbewerbsverfahren wurde Microsoft gezwungen, Windows auch ohne den Media Player anzubieten, doch die meisten User griffen zur Version mit dem Player, da sie für den gleichen Preis mehr Software bot. »Diese Maßnahme war Mist«, so Todd. (Daniel Dubsky)