Unisys glaubt nicht mehr an Intels Itanium-CPUs

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Der auf Sommer verschobene Server-Prozessor von Intel braucht für den Markterfolg alle Unterstützer, die er kriegen kann. Nun springt ein namhafter Hersteller öffentlich ab.

Die kommenden Itanium-Quad-Core-Prozessoren (Codename Tukwila) werden von Intel gerade nochmal überarbeitet und feingetunt. Darauf will Unisys offenbar nicht warten: »Unsere Kunden haben mit ihren Füssen und ihren Geldbörsen abgestimmt. Soll heißen, wir haben in den vergangenen zwölf Monaten einen dramatischen Wechsel von Itanium zu Xeon beobachtet«, erklärt Colin Lacey, Vizepräsident bei Unisys, gegenüber dem Online-Magazin The Register.

Mehr Preis/Leistung bei Xeon
Die Dunnington-basierten Maschinen offerieren einfach ein unschlagbares Performance/Preis-Verhältnis. Zudem sei dank der »Monster Xeon«-Varianten auch das Problem der Skalierung nicht mehr vorhanden – eine solche Konfiguration könne heute beinahe das Niveau der meisten Itanium-Systeme erreichen. Das hätten eben auch die Kunden gemerkt, die sich daher zunehmend anders entscheiden.

Bis zu 96 Cores in der Monster-Box
Statt also einen Tukwila-Server zu entwickeln setzt Unisys auf seine aktuelle Monster-Xeon-Box, welche die 4-Core- oder 6-Core Dunnington Xeon 7400 Prozessoren aufnimmt. In der Maximalbestückung kommt der Server damit auf 64 bzw. 96 Cores. Das sei genügend Power für die meisten Unternehmen, die gegenüber Tukwila hauptsächlich auf Quick-Path-Interconnect verzichten müssen. Dunnington nutzt noch die gute alte- Front-Side-Bus-Architektur.
(Ralf Müller)

Weblinks

Unisys Xeon-Server

Verzögerungen beim Itanium/Tukwila