HP: Service statt Hardware

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MIt dem Gedanken, statt mit Hardware mit Dienstleistungen Geld zu machen, trägt HP sich schon länger – der Druck durch die aktuelle Wirtschaftskrise scheint diese Entwicklung zu beschleunigen.

Die Zahlen, die HP am Mittwoch für seien Hardware-Bereiche vorlegen musste, waren jedenfalls bitter: Umsätze runter, Gewinne runter; selbst in der Abteilung Drucker und Tinte, die 40 Prozent zu den HP-Umsätzen beiträgt und die traditionelle Stütze des Geschäftes ist, gingen die Umsätze um 19 Prozent zurück. In der Krise wird offenbar auch weniger gedruckt oder der Kunde greift zum No-Name-Produkt: Beim Zubehör sank die Nachfrage um 7 Prozent.

Einen Lichtblick allerdings gibt es: Die Abteilung Services. Hier liessen sich die Umsätze verdoppeln, was vor allem an der Übernahme von Electronic Data Systems (EDS) im letzten Jahr liegt. Allerdings haben dafür die Beschäftigten einen hohen Preis zu zahlen: Teil der Übernahmebedingungen war die Streichung von 24.600 Stellen, von denen über 9.000 bereits weggefallen sind.

Immerhin versucht die Chefetage von HP, ein gutes Beispiel zu geben: CEO Mark Hurd kürzt sich sein Grundgehalt um 20 Prozent, beim Rest des Spitzenmanagements werden 15 Prozent eingespart. [gk]

Yahoo / AP