Ernsthafte Monopol-Vorwürfe gegen Google

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Droht dem Suchmaschinen-Dominator das gleiche Schicksal wie einst Standard-Oil oder AT&T? Jedenfalls wollen sich Kartellamt und US-Gerichte demnächst mit der Frage beschäftigen, ob man Google nicht künstlich zerteilen sollte.

Blödes Timing oder konzertierte Aktion? Der Webkonzern gerät gerade in die Zange. Zunächst einmal tritt die B2B-Suchmaschine SourceTool.com gerade ein Antitrust-Verfahren los, da es sich vom Mitbewerber aus den Markt gedrängt sieht. Und dann wurde soeben Christine Varney für die Führungsriege (Assistant Attorney General) der Kartellbehörde innerhalb des Justizministeriums nominiert. Varney hat bereits öffentlich Google als Monopol bezeichnet, welches man mal durch ein entsprechendes Verfahren untersuchen müsste. Wörtlich ließ sie neulich bei einer Podiumsdiskussion ab: “Für mich ist Microsoft so sehr letztes Jahrhundert. Die US-Wirtschaft wird künftig eher ein potentielles Problem mit Google haben.” Insbesondere die Dominanz der Online-Werbung könnte im Fokus eines Verfahrens stehen, ergänzt Bloomberg.
Sollte Varney nun gewählt werden, könnte das Justizministerium die Anklage von SourceTool.com zum Anlass nehmen, ein vollständiges Kartellverfahren loszutreten. (rm)

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