AMD-Aktionäre stimmen Firmen-Aufspaltung zu

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Die teilweise defizitären Fabriken (auch die in Deutschland) werden nun großteils tatsächlicfh von Investoren aus Abu Dhabi übernommen, die Produktentwicklung und Vermarktung verbleibt in den USA.

Im zweiten Anlauf haben nun fast alle Aktionäre der Aufspaltung von AMD zugestimmt, berichtet das Wall Street Journal. Zwar stand dies naqch AMD-Verlustmeldungen schon länger im Raum und ist am 11. Februar erstmal gescheitert, doch im zweiten Anlauf konnte gestern über die Hälfte der Aktionäre mit großer Mehrheit abstimmen.

Großteils mit Hilfe der Investment-Unternehmen Mubdala und ATIC (Advanced Technology Investment Co.) aus Abu Dhabi gründet sich die Firma “The Foundry”, zu der auch die beiden AMD-Fabriken in Dresden gehören werden. Der Chiphersteller lagert so seine risikoreiche Produktion aus, die Entwicklung bei “Advanced Micro Devices” kann so nun auch für andere Produzenten arbeiten – etwa für den bisherigen Erzfeind Intel.

Die Araber werden 3,6 bis 6 Milliarden US-Dollar in die neue Firma pumpen, dafür aber wird AMD 58 Millionen Aktien aus seinem Stammkapital an The Foundry übergeben. Zudem bekommen die Investoren aus dem Morgenland Aktien-Optionen über 35 Millionen weitere AMD-Aktien. Durch die Trennung können die Fabriken auch als Auftragsfertiger für Dritte produzieren und AMD selbst ebenfalls für andere entwickeln.

Kurz nach der erneuten Bekanntgabe stieg AMDs vorher heftig gesunkener Aktienkurs wieder um 2,21 Prozent – nur wenige Investoren geben den neuen AMD-Chancen in Zeiten der Finanzkrise offenbar auch finanzielle Chancen. Die langfristigen Sieger aber werden wohl in Abu Dhabi sitzen. (Manfred Kohlen)

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