Facebook macht AGB-Änderung nach User-Protesten rückgängig

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Durch eine Änderung der Nutzungsbedingungen versuchte Facebook, sich sämtliche Rechte an den Daten seiner Nutzer zu sichern. Nach heftigen Protesten rudert man nun zurück.

Lange blieben die geänderten Bedingungen bei Facebook unbemerkt. Doch als sich am vergangenen Wochenende die ersten Nutzer beschwerten, brach eine Welle des Protests los. Denn das Social Network hatte sich umfassende Rechte an den von seinen Usern erstellten Inhalten gesichert – auf Ewigkeit. Selbst nach einer Abmeldung der Benutzer hätte man die Texte und Bilder, Musik und Videos weiternutzen können.

Im Facebook-Weblog erklärte Unternehmensgründer Mark Zuckerberg, dass er der Auffassung sei, die Inhalte gehörten den Usern und man würde damit niemals etwas tun, was die User nicht wünschten. Man brauche allerdings die umfangreichen Rechte für den Informationsaustausch zwischen den Nutzern. Schicke einer dem anderen eine Nachricht und melde sich dann bei Facebook ab, verbleibe schließlich eine Kopie der Nachricht bei dem anderen Nutzer – und dafür brauche man eben die Nutzungsrechte.

So ganz beruhigen konnte Zuckerberg die User damit wohl nicht, denn einige Stunden später verkündete er in einem weiteren Weblog-Posting, man werde zunächst zu den alten Nutzungsbedingungen zurückkehren. Die neuen Bedingungen sollen nun überarbeitet werden, wobei man die User dieses mal explizit mit einbeziehen will und um Feedback bittet. (Daniel Dubsky)