Ein erster Blick auf Windows Mobile 6.5

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Mit Windows Mobile 6.1 stand Microsoft unter Zugzwang, denn das OS war einfach nicht mehr für aktuelle Smartphones geeignet. Mit der überarbeiteten Version Windows Mobile 6.5 will sich der Konzern aus der Business-Ecke wieder in den Mainstream boxen.

PC Professionell konnte als eines von wenigen Redaktionsteams einen Blick auf ein neues Gerät mit Windows Mobile 6.5 werfen. Zunächst fällt beim neuen Betriebssystem das wabenförmige Startmenü auf. Mit diesem will man alle wichtigen Informationen direkt anzeigen und den Nutzer auf dem neuesten Stand halten. Zusätzlich hat Microsoft auch das Interface für die Touch-Bedienung überarbeitet, um eine bessere Steuerung mit dem Finger zu ermöglichen. Die Oberfläche wirkt jetzt deutlich moderner, als Auswahl dient ein transparenter Balken, der aussieht, als wäre er aus Glas.

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Doch nicht nur optisch ansprechender präsentiert sich das Betriebssystem: Die Menüführung ist jetzt personenbezogen und bietet mehr als nur Kontaktinformationen oder E-Mails – der Zugriff auf vom Gesprächspartner empfangene Nachrichten steht beispielsweise auch während des Telefonierens zur Verfügung.

Auf dem Mobile World Congress gibt es Geräte von verschiedenen Herstellern zu sehen, die kompatibel mit dem neuen Betriebssystem sind, etwa die neuen HTC-Modelle Touch Pro 2 und Touch Diamond 2. HTC will mit Erscheinen von Windows Mobile 6.5 ein kostenloses Upgrade zur Verfügung stellen, da die Geräte vorerst mit der aktuellen Version auf den Markt kommen werden.

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Steve Ballmer, CEO von Microsoft, sieht in dem neuen Betriebssystem eine einheitliche Plattform für den PC, das Handy und das Internet: »Ein Windows-Telefon durchbricht die Barrieren zwischen den Geräten«, sagte er.

Außerdem zeigte Microsoft auf der Messe neue Mobile-Dienste, beispielsweise MyPhone. Die Applikation speichert alle Informationen, wie Kurznachrichten, das Telefonbuch, Bilder und Mails online ab. So lassen sich Windows-Mobile-Handys ganz einfach synchronisieren und bei einem Verlust oder Diebstahl sind nicht alle Daten verloren. Zudem kann der User die Kurznachrichten direkt online lesen oder seine Bilder betrachten. (Tom Papadhimas)