LG: Will biliger werden, lässt sich von Intel zu MIDs überreden

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LG gibt sich kämpferisch: Die Nr. 3 der Handy-Hersteller will und muss nach vorne, denn eine Nr. 3 wird es – so die eigenen Befürchtungen – in drei oder vier Jahren nicht mehr geben.

Auf mindestens 10 Prozent Marktanteil will LG in diesem Jahr kommen – den Schlüssel zum Erfolg sollen Billigpreis-Handys abgeben. Die will der Hersteller zwar nicht im untersten Segment ansiedeln, aber im Bereich unter 100 Dollar sollten sie schon bleiben. Ziel sind dabei die sich entwickelnden Märkte.

Das dürfte für LG allerdings zu einem ziemlichen Spagat führen: 2008 kamen über 80 Prozent der Umsätze bei Handsets aus dem Preisbereich von 200 Dollar und mehr, und mit der Ankündigung von 10 neuen Smartphone-Modellen, die iPhone und BlackBerry Konkurrenz machen sollen, will man sich vom Hochpreisigen offenbar auch nicht verabschieden.

Gleichzeitig gibt LG offenbar dem Drängen von Intel nach, endlich ein Mobile Internet Device (MID) zu bauen. Diese Geräteklasse, bei der bislang vor allem Intel selbst von der Notwendigkeit der Existenz überzeugt ist, soll die gefühlte Lücke zwischen Smartphone und Netbook füllen und mit den Moorestwon-Chips ausgerüstet werden. Wer ein solches MID dann allerdings in Zeiten des ökonomischen Abschwungs auch noch kaufen soll, dürfte eine interessante Frage werden. [gk]

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Yahoo / Reuters