Computerspiele-Fernsehsender Giga macht die Pforten dicht

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Ausgerechnet an einem Freitag den Dreizehnten muss Giga-Chef Stephan Borg verkünden, dass sein Sender dichtmacht. Eigentümer Premiere hat selbst mit der derzeitigen Marktflaute zu kämpfen und will sich Artfremdes nicht mehr leisten.

GIGA wird eingestellt. Einst unter der Ägide von US-Fernsehsender NBC in Deutschland gestartet, sollte das ehrgeizige Fernsehprojekt die Themen Computer und Fernsehen näher aneinanderrücken und besser verzahnen. In seinen 10 Jahren Existenz baute GIGA eine große Community rund um Computerspiele auf. Nachdem Premiere erst im September 2008 den Sender übernahm, kam dann aber unversehens die weltweite Finanzkrise.

Borg erklärt in seinem Blog: »Das ist jetzt sicher nicht gleich und einfach zu verstehen.« – und erklärt dann doch, wie alle Fernsehsender unter der derzeit  mangelnden Investitionsbereitschaft der Werbe-Industrie leiden. Die Internet-Fangemeinde rund um GIGA könnte dann aber doch der Rettungs-Anker zumindest rund um den Online-Teil sein – man verhandle auch schon, um zu sehen, ob man zumindest diesen Teil retten könne.

Mit 2,5 Millionen PageImpressions war der Web-Zugriff bei GIGA zwar so gut wie noch nie zuvor – bei den Werbe-Agenturen aber fallen Medien für das Massenpublikum meist aus dem »Buchungsraster«, sobald sie unter 5 Millionen Seitenabrufe pro Monat haben.  Dienste wie MSN und Focus und sogar kleine Spiele-Communities ohne finanzstarken Investor erreichen oft mehr Kunden – was weniger Arbeit für Agenturen bedeutet, um das gleiche Massenpublikum zu erreichen. (Manfred Kohlen)

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