Asiatische Auftrags-Hersteller: Der Notebook-Markt erholt sich

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Taiwanische Hersteller von Notebook-Komponenten und die OEM-Fabrikanten für westliche Auftraggeber vermelden eilige neue Aufträge. Finanzkrise? Alles nicht so schlimm!

Digitimes frohlockt: Es gibt wieder Jobs und Wachstum für die Notebook-Hersteller! Auch an einem Freitag den 13. gibt es also mal gute Nachrichten. Sicher auch, weil dieses Datum bei den Taiwanern kein »Unglücksdatum« ist. 

»Für Februar angekündigte neue Notebooks müssen lieferbar sein, damit sie auch verkauft werden können«, berichten gleich vier Reporter, die von der taiwanischen Digitimes ins Land gesendet wurde, um die Lage zu erkunden. Westliche Produktmanager hätten sich mit dieser Begründung gegenüber den übervorsichtigen Finanzabteilungen durchsetzen können und so die Budget-Stopps in vielen Firmen umgangen.

Den Komponentenherstellern geht es ebenso wieder besser – auch sie profitieren von neuen Aufträgen. Chipsätze, Einbauteile, Kühlmodule und andere Computerbestandteile wären wieder mehr gefragt.

Die Notebook-OEMs Compal Electronics und Inventec hätten unter der Finanzkrise kaum gelitten – im Januar war der Umsatz nur gering gesunken – hätten aber nun sogar neue Orders von HP, Apple und Toshiba. Auch die Hersteller von Passivkomponenten Cyntec, Holy Stone und Yageo hätten sich im Januar besser gehalten als erwartet. Und die Produktion von Notebook-Mainboards habe die Talsohle schon durschritten, erklären die Mainboard-Produzenten HannStar Board und Gold Circuit Electronics (GCE). GCE erwartet sogar, im Jahr 2009 ganze 30 Millionen-Notebook-Platinen auszuliefern, 7 Prozent mehr als die 28 Millionen von 2008.

Die Top 5 OEM-Anbieter kompletter Notebooks verkauften im Januar 7,2 Millionen Geräte, die Investoren würden auch im kürzeren Februar 9,7 Prozent Wachstum erwarten. Von einem Boom kann zwar noch nicht die Rede sein – aber von Zeichen der Entlastung auf jeden Fall. (Manfred Kohlen)

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