Amazon will Kindle-Software auf Smartphones portieren

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Eine limitierte Smartphone-Version des elektronischen Buchlese-Systems Kindle soll Gelegenheitsleser zu Buchkunden machen.

User, die sich keinen E-Book-Reader wie den Kindle kaufen wollen, sollen Amazon-Sprecher Drew Herdener zufolge ebenfalls in den Genuss der Bücher aus Amazons »Kindle Store« kommen. Vielleicht würden diese aber nur den Zugriff auf ein Subset der 230.000 Bücher erhalten, kommentiert Branchen-Insiderin Caroline Gabriel im Mobile-Internet-Watch-Newsletter von Marktanalyst Yankee Group.

Bisher habe Amazon in dieser Hinsicht nur halbe Sachen unternommen, erklärt Gabriel. Amazon unterstütze bisher nur mit dem Tool Whispersnc, Bücher von einem E-Book-Reader auf den nächsten zu übertragen. Von Drittherstellern gib es Programme wie Stanza, die den reinen Text vom Kindle auf Mobiltelefone wie das iPhone übertragen.

Doch je besser die Smartphones werden, desto eher sei auch eine qualitative Darstellung möglich – eingeschränkt, aber für einige Smartphones immerhin denkbar. Aber da sei man momentan erstmal daran, die Smartphones mit dem eigenen Gerät Kinde zu synchronisieren. Die Bücher direkt aus dem Kindle-Shop aufs Smartphone zu holen, dauere wohl etwas länger.

Um den Markt so stark zu erweitern, benötige es aber mehr faire Geschäfte mit den Buchhändlern – die würden an ihren eBooks bei Amazon derzeit nicht viel verdienen, lästert die Marktforscherin. (Manfred Kohlen)

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