Warnstreiks bei IT-Dienstleister EDS

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Der bekannte IT-Dienstleister muss sparen. Jeder dritte Arbeitsplatz sei gefährdet, glaubt die Belegschaft und organisiert Warnstreiks.

Vor 46 Jahren wurde EDS von Ross Perot gegründet. Lange war das Unternehmen Synonym für das Outsourcing von IT-Dienstleistungen. Auch heute noch stellt die EDS, inzwischen ein Tochterunternehmen von HP, Kunden ihre Informationstechnologie, Applikationen oder Geschäftsprozesse zur Verfügung.

Doch die Zeiten sind schwierig, also legte der Konzern ein weltweites Restrukturierungsprogramm auf, was in erster Linie eine Entlassungswelle bedeutet. HP deutete bereits an, in Deutschland von bundesweit etwa 4200 EDS-Arbeitsplätzen 1150 streichen zu wollen.

Landesweite Proteste
Die Mitarbeiter wollen sich gegen die geplante Stellenstreichungen zur Wehr setzen. Gestern legten bundesweit in 18 Niederlassungen etliche Mitarbeiter für einige Stunden die Arbeit nieder wie verschiedene Newsdienste berichten.

Bei der Gelegenheit forderten sie auch gleich einen Haustarifvertrag, um Arbeitsbedingungen und Beschäftigungssicherung festzulegen. Gegen die geplanten Standortschließungen in Ludwigsburg, Leuna, Wuppertal, Essen und Köln wird das aber kaum helfen.
(Ralf Müller/mt)

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