Superrechner: IBM rüstet Europa auf

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295.000 Prozessoren (nicht Cores) will Big Blue in 72 Racks stopfen. Das ist eng und heiß, weshalb Wasser Europas größten Computer auf Temperatur halten soll.

Nachdem IBM vorige Woche das 20-Petaflops-Superduo Sequoia und Dawn für die USA angekündigt hatte, werde nun auch Europa mit einem Petaflop-System beglückt. Abgesehen von der Rechenleistung soll eine um 91 Prozent niedrigere Stromrechnung die Betreiber (mal wieder das Forschungszentrum Juelich) frohlocken lassen.
Dafür sorgt in erster Linie das Wasserkühlungssystem, weshalb auf eine teure Klimanalage verzichtet werden könne.
Die 295.000 Power-450-CPUs mit je 850 MHz Taktfrequenz brauchen Speicherbänke mit über 144 TByte. Damit soll der Supercomputer deutlich über 1 Petaflops Rechenleistung erzeugen können. Das ist zwar nichts gegen die US-Pläne, dafür geht der deutsche Bolide auch deutlich früher in Betrieb, nämlich schon im kommenden Sommer.
“Supercomputer dieser Größenordnung sind eine Schlüsseltechnologie und ein Instrument, um die komplexesten und dringendsten wissenschaftlichen Probleme zu knacken”, kommentierte Professor Achim Bachem, Vorstand im Forschungszentrum. Daher werde der neue Bolide auch in allen möglichen Disziplinen tätig werden. Das reiche von der Simulation neuer Klimamodelle bis hin zur Darstellung der Abläufe in einem Halbleiter. Dabei fallen gigantische Datenberge an. Diese sollen in einem Datennetzwerk (Bandbreite 5,1 Gbit/s) landen, wo Platz für 6 Petabyte geschaffen werde.
(rm)

CRN

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