Studie: Entwicklungssprache Ruby ist im Kommen

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In Schwellenländern wie China oder Indien bevorzugen doppelt so viele IT-Entwickler die Sprache Ruby als in Nordamerika oder Westeuropa.

Das objektorientierte und leicht zu erlernende Ruby ist in manchen Ländern heute die angesagte Programmiersprache. Geschaffen wurde sie 1995 von Yukihiro ‘Matz’ Matsumoto. Vom simplen Script bis zur komplexen Web-Applikation reichen die Ruby-Möglichkeiten, die offenbar in einigen Winkeln der Welt zunehmend geschätzt werden. Das zumindest berichtet eine aktuelle Studie von Evans Data, die gerade weltweit über 400 Applikation-Entwickler untersucht haben.

Nicht nur wird in den Schwellenländern doppelt so häufig Ruby eingesetzt wie in der Ersten Welt, sondern jeder fünfte Programmierer in China, Indien und Latein Amerika greife schon zum digitalen Edelstein. Bei uns ist es nur jeder Zehnte. Kein Wunder, dass auch die Zukunftschancen der Sprache ähnlich unterschiedlich eingeschätzt werden. Insbesondere die Inder sind sehr angetan und sehen Ruby als künftiges Standard-Tool.

»Überhaupt ist der Nutzungsgrad von Scripting-Sprachen in den Schwellenländern stärker ausgeprägt als in den Industrienationen«, merkt Evans-Präsident John Andrews an. Das hänge damit zusammen, dass die Entwickler in den BRIC-Staaten deutlich jünger und ohnehin mehr auf Web-Anwendungen fokussiert seien.

Die Studie fand auch noch heraus, dass 5 Prozent aller Befragten das Programmieren als Hobby betreiben, 10 Prozent es für ihren Job machen und 70 Prozent an einem Projekt beteiligt sind. 26 Prozent der Entwickler haben fertige Produkte oder Komponenten vorzuzeigen, beim Rest sei das Vorhaben noch in Arbeit. (Ralf Müller)