Sun zu träge – MySQL-Gründer geht

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Weil Sun seiner Meinung nach den Entwicklungsprozess nicht im Griff hat und MySQL 5.1 veröffentlichte, bevor es ausgereift war, hat MySQL-Gründer Michael »Monty« Widenius das Unternehmen verlassen.

Bereits im vergangenen Jahr gab es Gerüchte, Michael »Monty« Widenius würde Sun verlassen, nachdem er den Entwicklungsprozess kritisiert hatte. Sun achte vor allem auf neue Features und Termine und vernachlässige dabei die Qualität des Codes, bemängelte er damals. Dennoch habe er sich überreden lassen zu bleiben, wie er jetzt in seinem Weblog schreibt. Aus den geplanten drei Monaten seien sieben geworden, ohne dass man in ausreichendem Maße Veränderungen auf den Weg gebracht habe, weshalb er nun gehe. Er sei zu dem Schluss gekommen, seine Ziele außerhalb von Sun eher erreichen zu können.

Sun hatte MySQL 5.1 eigentlich schon im zweiten Quartal 2008 veröffentlichen wollen, dann aber mehr Zeit für die Fehlersuche benötigt. Dennoch kritisierte Monty die neue Version heftig, als sie schließlich Ende Novemver fertiggestellt wurde. Sie enthalte mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken und unzählige Bugs – gerade die neuen Features seien nicht ausreichend getestet worden.

Und Monty ist nicht die einzige treibende Kraft hinter MySQL, die Sun verlässt: Bereits im Oktober verabschiedete sich Mit-Gründer David Axmark, und auch der frühere CEO Marten Mickos steht vor dem Absprung. (Daniel Dubsky)