Entwicklerinfos von der Fosdem Brüssel 2009

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Das europaweit größte Treffen der Open-Source-Gemeinde lockte am Wochenende viele Entwickler in die belgische Hauptstadt. Neue Produkte, Branchentrends und die Krise wurden durchgekaut.

Debian teilte auf der Konferenz mit, dass man mit Hochdruck an Lenny arbeite, dem Nachfolger von Etch. Neben etlichen Neuerungen und Bugfixes gebe es einen deutlich besseren Installer. Damit sollen nun auch Privatanwender gut zurechtkommen.

Sun Microsystems ließ durchblicken, dass es im Bereich MySQL noch keine Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren gäbe. Ein Entwickler vom Konkurrenzprodukt PostgreSQL merkte allerdings an, dass die Verluste der Banken, der Autoindustrie und deren Zulieferer erst noch Wellen im Wirtschaftskreislauf schlagen werden, die später bei den Dienstleistern ankommen dürften. Daher sei es wichtig für die Hersteller, mehr auf individuelle Branchenlösungen zu setzen, mit denen die Auftraggeber Geld und Zeit sparen können.

Die Macher von Mandriva, einer über zehn Jahre alten Linux-Distribution, blicken dagegen recht zuversichtlich in die Zukunft. Man nehme nun vor allem Neueinsteiger und Anfänger in den Blick und sorge dafür, dass das eigene Betriebssystem möglichst problemlos auf jeglicher neuer Hardware und mit allen möglichen Erweiterungen funktioniere. Ansonsten legen die Entwickler aus Frankreich viel Wert auf eine ansprechende Desktop-Oberfläche mit 3D-Effekten. Das komme zunehmend gut an bei den privaten Umsteigern. (Ralf Müller)