Bundeswehr rüstet für den Cyberwar

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Nach Hackerattacken auf Kanzleramt und Bundesministerien soll nun eine Sondereinheit der Bundeswehr den Kampf im Cyberspace aufnehmen.

Wie Der Spiegel berichtet, wird die 76 Mitarbeiter starke Sondertruppe derzeit unter der Bezeichnung »Abteilung Informations- und Computernetzwerkoperationen« streng abgeschottet in der Tomburg-Kaserne in Rheinbach bei Bonn aufgebaut. Sie soll im nächsten Jahr einsatzbereit sein und nicht nur digitale Angriffe abwehren, sondern auch in fremde Netze eindringen, sie auskundschaften, manipulieren und zerstören können.

Zudem soll das BSI laut Spiegel zu einer »Cyber-Verteidigungsagentur« für die Bundesministerien ausgebaut werden, nachdem diese im vergangenen Sommer massiven Hacker-Angriffen ausgesetzt waren. Im Januar hat man daher einen Gesetzentwurf zur »Stärkung der Informationssicherheit des Bundes« auf den Weg gebracht. Er sieht mehr Geld, Personal und Befugnisse für das BSI vor. Es soll künftig die Datenströme der Behörden automatisiert überwachen und ihnen konkrete IT-Sicherheitsvorgaben machen dürfen. Bislang durften die Sicherheitsexperten lediglich Empfehlungen aussprechen. (Daniel Dubsky)