Blackberry-Manager zahlen Strafe wegen Optionsschwindel

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In einem Vergleich zahlen RIM-Manager 75-Millionen. Die Ontario Securities Commission  hatte die Unternehmensvorstände wegen Optionsschwindel verklagt.

In ein aktuellen Pressemeldung gestehen die Manager von Blackberry-Hersteller Research in Motion, 75 Millionen Dollar Strafe zu bezahlen. Die Regulierungsbehörde für den Aktienhandel in Kanada hatte mit der RIM-Unternehmensleitung einen mühsamen Kompromiss ausgehandelt, um die Manager-Selbstbedienungsmentalität auch öffentlichkeitswirksam zu unterbinden.

Zähneknirschend mussten die ranghohen RIM-Manager zugeben, dass sie ihre Aktienoptionen rückdatiert hatten und so mehr Geld abgreifen konnten. Im Vergleich mit der OSC zahlen sie nun freiwillig 75 Millionen Dollar Strafe und kommen gut dabei weg – der Schaden für die Aktionäre ist Insidern zufolge sogar noch höher.

Einige Manager, die nicht so stark zulangten, kamen  mit niedrigeren Strafen davon. Jim Balsillie , einer der RIM-Vorstände, muss sich ein Jahr aus dem Aufsichtsrat zurückziehen.  Mitbegründer Lazaridis und der frühere Finanzchef Dennis Kavelman zahlen 38,3 Millionen Kanadische Dollar an das Unternehmen zurück.

Anders als manche behaupten, ist RIM damit nicht am Ende -der Boom der Blackberrys trägt das Unternehmen auch durch die Krise. Die RIM-Finanzzahlen des vorigen Geschäfts-Quartals (PDF)  deuten an, dass die schnellen Push-Mail-Abonnements des Anbieters vielleicht gerade zum Meistern der Krise benötigt werden – um zeitnah auf Marktänderungen reagieren zu können. Erst das nächste Quartal wird zeigen, ob die Nachfrage mangels Finanzen sinkt. Laut RIM-insidern hat der Anbieter im Januar sein 50millionstes Blackberry-Gerät ausgeliefert  und voriges jahr 4000 neue Mitarbeiter eingetellt – das klingt gar nicht nach Krise. (Manfred Kohlen)

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