Studie kritisiert Technikware von Aldi

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Der Handelskonzern lässt seine Aktionsware überwiegend in China produzieren – unter angeblich unwürdigen Bedingungen.

Ob Computer, Zubehör, Gitarren, Mixer oder MP3-Minianlage, die jährlich etwas 2.500 Aktionsprodukte in den Aldi-Filialen stammen fast zur Hälfte aus China. Die dortigen  Zulieferbetriebe wurden vom Siegburger Südwind-Institut überprüft und für schlecht befunden. Laut der gerade veröffentlichten Studie werde dort massiv gegen Arbeitsrechte verstoßen. “Die meist weiblichen Beschäftigten arbeiten bis zu 91 Stunden pro Woche und können dennoch von ihren kargen Löhnen kaum leben. Der Arbeitsdruck ist enorm und Fehler werden mit Geldbußen bestraft. Von Mutterschutz keine Spur”, fasst Ingeborg Wick ihre Vor-Ort-Recherchen zusammen.
Das Institut fordert Aldi und Politiker auf, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen, also die Missstände besser zu verstecken zu beheben. Allerdings prallte die Südwind-Kritik von 2007 hinsichtlich der ähnlich gelagerten Textil-Zulieferung von Aldi einfach ab. (rm)

n-tv