Falsches Phishing: Amerikanisches Justizministerium testet eigene Mitarbeiter

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»Wir wollen nur das Sicherheitsbewusstsein unserer Angestellten schärfen«, verteidigt eine Sprecherin der Behörde die fragwürdigen Aktionen.

Im Januar versendete das DOJ (Department of Justice) zahlreiche E-Mails an seine Angestellten: Rentensparkonten seien durch die Finanzkrise beeinträchtigt, man solle doch bitte ein paar persönliche Daten auf einer angegebenen Website eingeben. Klassisches Phishing? Ja und Nein: der Absender war das Justizministerium selbst, doch die Abschöpfung persönlicher Daten führte zu einem Aufruhr unter den Mitarbeitern.

Einige warnten sogar ihr Kollegendavor, auf die Phishing-Mails hereinzufallen, berichtet FederalNewsRadio. Nachdem auch die Nachrichtenagentur AP berichtete, musste das Ministerium klein begeben und bekennen, so die Medienkompetenz seiner eigenen Mitarbeiter zu testen. Auf Anfrage des US-Nachrichtendienstes cnet reagierte die Pressesprecherin Gina Talamona schließlich. Man führe schon seit drei Jahren Tests durch, um das Sicherheitsbewusstsein der eigenen Angestellten zu prüfen. Ob allerdings im Personalbogen etwas über die Medienkompetenz auftaucht, wurde in keinem der US-Berichte erwähnt. (Manfred Kohlen)

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