Dienstleister Ixquick verspricht mehr Privatsphäre

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Der niederländische Suchspezialist kündigt an, keine IP-Adressen mehr registrieren zu wollen. Auch sonst arbeite man am Schutz der Privatsphäre des Kunden.

Industrie-Giganten wie Google und Microsoft wurden in jüngerer Vergangenheit stark kritisiert für ihre Sammelwut bei Suchergebnissen und Vorlieben der Kunden. Auch die englische Regierung sowie die EU werden mit ihren Plänen, die elektronische Kommunikation und Verbindungsnachweise aufheben zu wollen, von Datenschützern nicht gerade geliebt.
Der niederländische Dienstleister Ixquick will da einen Kontrapunkt setzen und die persönlichen Informationen schützen, indem die IP-Adressen der Nutzer nicht mehr erfasst und auch die Unique ID-Cookies binnen 48 Stunden verworfen werden.

»Wir denken, die Leute haben ein fundamentales Recht auf Privatsphäre«, begründet Ixquick-Chef Robert Beens die Entscheidung. »Gerade durch die Suche gibt ein Nutzer intime Geheimnisse und Angewohnheiten von sich preis. So etwas sollte sicher sein«, so Beens weiter. Ergänzend biete der Dienstleister sichere Verbindungen über das https-Protokoll. Außerdem entwickele man einen Proxy-Service, der es den Kunden erlaube, komplett anonym durch das gesamte Internet zu surfen. In den nächsten Monaten werde dieser Dienst gestartet.
(Ralf Müller)