Sonys Umsatz 2008 bricht deutlich ein

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Vor einigen Wochen machten Gerüchte die Runde, dass auch Sony sich dem Sog der Finanzkrise nicht entziehen kann. Nun korrigiert der Konzern die eigenen Erwartungen für 2009.

Die Umsätze beim Walkman-Erfinder sind im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 Prozent eingebrochen. Die Sony-Ericson Handys werden nicht mehr so erfolgreich verkauft. Vor einigen Tagen kündigte der Konzern unter anderem an, auf 16.000 Mitarbeiter verzichten zu wollen. Im letzten Jahr lag der Umsatz im dritten Quartal  noch bei 2.860 Milliarden Yen (24.18 Milliarden Euro), während dieses Jahr lediglich noch 2.155 Milliarden Yen erzielt wurden (18.22 Milliarden Euro).

Der operative Verlust lag nun bei 18 Milliarden Yen (152 Millionen Euro). Bezogen auf den Gewinn des letzten Jahres mit über 200 Milliarden Yen gibt der Konzern nur noch einen minimalen Gewinn von 10 Milliarden Yen an. Das bedeutet einen Gewinneinbruch von fast 95 Prozent.

Vor allem der Foto- und Videobereich musste leiden (PDF S. 7). Bei den Bravia TVs ist die Ertragslage sehr unterschiedlich: In einigen Regionen waren die Fernseher gefragt, in anderen Regionen war der Umsatz rückläufig. Die Nachfrage nach Blu-ray-Produkten stieg hingegen weltweit – aber das Umsatzniveau der blauen Scheibe ist im Vergleich zum TV- und Foto-Bereich deutlich kleiner..

Für das nächste vierte Quartal erwartet der Konzern aus Tokyo einen weiteren Umsatzrückgang: Das kommende Frühjahrsquartal soll um 10 Prozent im Vergleich zum letzten Frühjahr einbrechen. Der Gewinn wird mit 80 Prozent weniger sogar noch deutlicher nachgeben. Stellenstreichungen sollen die Ertragslage verbessern, so plant Sony zum Beispiel die Zusammenlegung von zwei Fernseh-Fabriken zu nur noch einer Produktionstätte. (Martin Bobowsky)