Londons Bürgermeister schützt UFO-Hacker

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Boris Johnson, der Bürgermeister der britischen Hauptstadt, hat sich für den »UFO-Hacker« Gary McKinnon eingesetzt und möchte seine Auslieferung in die USA verhindern.

Laut Johnson ist der als »UFO-Hacker« bekannt gewordene Brite keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten: »Er mag an kleine grüne Männchen glauben, aber das macht ihn nicht zum Terroristen«, meint der Bürgermeister. Ein britisches Gericht hatte letztes Jahr beschlossen, McKinnon an die USA zu übergeben, wo den 43-Jährigen Engländer eine Haft von rund 60 Jahren erwartet. In Großbritannien müsste er lediglich sechs Monate soziale Arbeit leisten.

McKinnon drang unerlaubt in die Rechner von NASA, Airforce, des Verteidigungsministeriums, der Navy und Army ein. Er war dabei auf der Suche nach Beweisen für außerirdische Intelligenz. Seine Nachforschungen stellte er dem »Disclosure Project« zur Verfügung und behauptet auf Beweise gestoßen zu sein. Johnson versucht mit einem Schreiben direkt an den US-Präsidenten Barack Obama die Vereinigten Staaten zum Einlenken zu bewegen. Bisher hat das US-Justizministerium darauf beharrt McKinnon an die USA auszuliefern. Der Anwalt des Hackers wies darauf hin, dass durch Auslieferung die Gesundheit des 43-Jährigen massiv gefährdet wird. Er leidet an dem Asperger Syndrom, einer leichten Form des Autismus und würde getrennt von seiner Familie psychische Folgeschäden davontragen. (Maxim Roubintchik)