Irland: Raubkopierer kriegen Internetverbot

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In Irland wurde nun offiziell das Three-Strikes-Out-Verfahren eingeführt. Raukopierer werden bei einem Vergehen zwei Mal gewarnt, bevor sie endgültig Internetverbot kriegen.

Der irische Internet-Provider Eircom hat einen Deal mit dem Musikindustrieverband IRMA abgeschlossen. Wird ein Raubkopierer auf frischer Tat ertappt, erhält er ein Schreiben von der Eircom, in dem er aufgefordert wird sein Handeln einzustellen. Reagiert er nicht, so erhält er eine weitere Mahnung. Wenn dann immernoch nichts geschieht, gibt es Internetverbot. Gegen diese Regelung darf der Kunde keinen Einspruch erheben. Die irische Musik-Industrie möchte auch mit anderen Providern eine ähnliche Regelung treffen.

Laut dem Technologie-Experten Adrian Weckler hatte die Musikindustrie ursprünglich eine technische Lösung im Auge. Eircom hatte sie jedoch abgelehnt. Nun sollen externe Dienstleister die Raubkopierer im Netz des irischen Providers ausfindig machen.

Auch in Frankreich und vielen weiteren europäischen Ländern sind die Regierungen bemüht ein Three-Strikes-Out-Verfahren für alle Provider verpflichtend zu machen. (Maxim Roubintchik)