CRM, mit viel Zucker

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Trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten blüht die OpenSource-Community richtig auf. Wie beispielsweise auf der SugarCon 2009 zu sehen ist.

OpenSource-Unternehmen waren vor einigen Jahren noch Zaungäste der Software-Industrie. Das hat sich gründlich geändert, wie etwa die SugarCon 2009 beweist. Der Kunden- und Entwicklerkongress des CRM-Spezialisten SugarCRM in San Francisco (2. bis 4. Februar) zählt Branchenriesen wie IBM zu den Platin-Sponsoren und auch Microsoft ist als Gold-Sponsor eingetragen.

John Roberts, CEO von SugarCRM will sich in seiner Keynote der Frage widmen, wie Cloud Computing und OpenSource verschmelzen.

Der finanzielle Wahnsinn
Daneben sind die »aktuellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten« ein Hauptthema der Veranstaltung. So wird der Journalist und Buchautor Michael Lewis das Thema mit dem schönen Titel »Panic: Modern Financial Insanity« sprechen. Wie man Kunden auch während wirtschaftlich schwerer Zeiten behält, erläutert der CRM-Experte und Blogger Paul Greenberg.
Jonathan Schwartz, CEO von Sun Microsystems, soll seine These erklären, dass der Markt sich immer mehr für offene Technologien öffnen wird.

In 70 Sprachen lokalisiert
Kaum ein Unternehmen hat im OpenSource-Bereich eine so steile Karriere hingelegt wie SugarCRM. Das 2004 gegründete Unternehmen aus Cupertino bietet mit seiner CRM-Suite das inzwischen populärste CRM-Projekt im OpenSource-Bereich mit 770 zahlenden Kunden allein in Europa. Die Software ist in 70 Sprachen lokalisiert.

5,2 Millionen Downloads seit Mai 2004: SugarCRM hat sich zu einem der erfolgreichsten OpenSource-Projekte entwickelt.

SugarCRM beim eWEEK-Redaktionsbesuch
CEO und Mitgründer John Roberts besuchte die Münchner Redaktion von eWEEK europe – mit Vice President Jeff Campbell und Regional Vice President Liz Smith im Schlepptau -, um die Grundidee seiner Company zu erklären.

»Anders als im OpenSource-Lager üblich, sammeln wir nicht den Software-Code der verschiedenen Entwickler-Communities ein. Stattdessen haben wir die Software von Anfang an selbst geschrieben«, sagte Roberts. Somit bleibt die Code-Basis einheitlich und schlank. Regionale Partner können laut Roberts für ihre Kunden angepasste Features hinzufügen. Laut Roberts arbeitet SugarCRM mit 150 aktiven Partnern zusammen, davon 50 in Europa. Im April soll Vice President Liz Smith ein Büro in München eröffnen.

Verzicht auf große Marketing-Kampagnen
Und wie kommt der Zucker auf der CRM-Software, immerhin heißt die Software SugarCRM? Auf die Frage haben die Manager natürlich gewartet. Damit, meint Roberts, solle einfach der Anspruch deutlich gemacht werden, dass die Software so anwenderfreundlich zu gestalten, dass keine großen Marketing-Kampagnen nötig ist.
(Mehmet Toprak)

Weblinks
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Download-Server
CRM-Blogger Paul Greenberg
Website Inside CRM