Der Oscar hilft beim Raubkopieren

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Kaum sind die frischen Kinofilme des Jahres für den Oscar nominiert, schon findet man die Titel postwendend in DVD-Qualität im Netz.

Der US-Filmpreis wirkt wie ein Richtungsweiser und unfreiwilliges Marketing für die Raubkopierer: Bis auf eine wackelige Camcorder-Ausnahme liegen die gerade erst nominierten 26 Filme bereits in Top-Qualität online vor. Für lau und sicherlich nicht zur Begeisterung des Filmverbandes MPAA. Deren einziger Hoffnungsschimmer: Es dauere mittlerweile länger, bis ein Film nach seiner Premiere illegal im Internet auftauche: 11 statt 5 Tage. Das könnte daran liegen, dass die Kinos stärker gegen Camcorder-Aufnahmen vorgehen, vermutet Blogger Andy Baio, der den Raubkopien jedes Jahr nachstellt. Oder es liegt auch daran, dass die oscarverdächtigen Filme gar nicht mehr so heißbegehrt sind wie früher. Die Zahl der Blockbuster nimmt spürbar ab, die Flops an der Kinokasse legen dagegen auffällig zu. Bestimmt auch die Schuld der Raubkopierer, die den Hollywood-Machern einfach die guten Ideen wegschnappen. Oder so. (rm)

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Tabelle der Oscar-Filme

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