Papst-Botschaft: Kein YouTube-Knaller

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Seit Freitag kann, wer will, auf YouTube auch den Botschaften des Oberhauptes der katholischen Kirche lauschen. Es wollen eher wenige.

Nachdem PR-Berater in aller Welt ihrer werten Kundschaft offenbar aufgeschwatzt haben, dass man ohne YouTube-Präsenz quasi nichtexistent sei, hat auch der Papst am Freitag seinen YouTube-Kanal gestartet. Im Gegensatz zu den Woodstock-artigen Live-Events erfreut sich die Video-Ausstrahlung jedoch äußerst überschaubarer Beliebtheit.

Gerade mal 14.606 Zuschauer hatten sich bis zum Nachmittag angesehen, was der Vatikan an Positionen zu den prinzipiellen Dingen des Lebens zu verkünden hat, und abonnieren wollten den Kanal gerade einmal 528 Interessierte. Zum Vergleich: YouTube-Spitzenreiter des Tages war mit mehr als 185.000 Aufrufen ein Streifen namens “Bratz Dolls May Give Girls Unrealistic Expectations of Head Size”.

Wahrscheinlich wird der Papst sich aber unverdrossen weiterbemühen, gläubiges und nicht so gläubiges Jungvolk per Internet zu erreichen, denn schließlich hat er selbst zum YouTube-Start verkündet, dass das Web ein wahres Geschenk für die Menschheit sei – nur solle man bitteschön über den Online-Beziehungen nicht Familie, Freunde und Nachbarn vergessen. [gk]

Sydney Morning Herald