Intel verliert wichtigen Manager

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Der Vorsitzende des Aufsichtsrats bei Intel gibt im Mai seinen Posten auf. Bei der nächsten Finanzkonferenz will sich Craig Barret vom aktiven Management zurückziehen.

1974 stieg Craig Barret als Technologie-Manager ein. Von 1998 bis 2005 leitete er den Konzern. Ab 2005 war er Chairman im Board of Directors, der Aufsichtsrat bei Intel. Paul Otellini, der Präsident und CEO, könnte die frei gewordene Position übernehmen.

Craig Barret wurde am 29. August 1939 in San Francisco geboren. Er studierte dort von 1957 bis 1964 in der Stanford Universität in Palo Alto Materialwissenschaften. Die Studienzeit  fällt in die Zeit der ersten bedeutsamen Entdeckungen in der Halbleiter-Forschung. In seiner Zeit als Forscher und Lehrer schrieb er 40 Berichte und war Autor eines Lehrbuchs über Materialwissenschaften.

Der angekündigte Rücktritt ist ein Generationswechsel. Craig Barret gehört  noch zu den Managern, welche die Grundlagen der Halbleiterindustrie errichtet haben. Intel-Manager wie Paul S. Otellini und Pat Gelsinger gehören einer jüngeren Generation an und sorgen dafür, dass der Konzern dem Gründermotto von Andrew S. Grove – only the paranoid survive – treu bleibt. Nach wie vor gibt Intel die Geschwindigkeit in der Halbleiterindustrie vor und gilt immer noch als eines der erfolgreichsten Unternehmen in der Branche – überhaupt. (Martin Bobowsky)