Absturz für Microsofts Flight Simulator

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Die Radarüberwachung hat einen Notruf des FlightSim aufgefangen: Piloten wurden abgeschossen, Maschine trudelt in unbekannter Höhe. Mayday!

Seit 2007 schießt Microsoft ein Entwicklungsstudio nach dem anderen ab. Nicht jene der Konkurrenz, sondern die eigenen: Erst kamen die FASA Studios (Crimson Skies, MechWarrior 4, Shadowrun) dran, dann die beliebten Ensemble Studios (Age of Empires), gefolgt von Carbonated Games (Hexic HD, Uno). Die Halo-Macher Bungie wurden aus dem Konzern in die Wildnis abgedrängt und nun fegt es die Aces Game Studios aus dem Himmel. Das habe Microsoft der Gamersite IGN bestätigt.
27 Jahre hatte der Flight Simulator die digitale Lufthoheit über die zivilen Flieger inne (eigentlich 29 Jahre, die subLogic-Zeit auf dem Apple II mitgerechnet). Es war das Herzstück von Microsofts Entertainment-Bemühungen. Ganz offensichtlich hat jemand in der Chefetage die Entscheidung getroffen, sich von den Games komplett zu trennen (nicht, dass man noch à la Sega damit mehr Geld macht als mit der Hardware). Vielleicht auch der Vorbote eines Komplettabschieds von der Entertainment-Bühne? Bye bye Sidewinder? Tschüss X-Box??
Jedenfalls müssen über 100 Leute bei Aces mit dem Fallschirm abspringen und sich ein anderes Zielgebiet suchen. Damit wäre übrigens auch der “Train Simulator” gestorben, der zu Weihnachten in Version 2 kommen sollte. An der FlightSim-Marke werde Microsoft nach eigenen Beteuerungen festhalten. Man wolle weiterhin Flugspiele anbieten, habe aber keine konkreten Entwicklungen anzukündigen. Klingt nach letzten Ruderkorrekturen, um noch ein paar Flugmeilen aus dem FlightSim herauszukitzeln. Um es mit Pille zu sagen: Lass es Jim, es ist tot. (rm)

IGN

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