Qimonda meldet Insolvenz an

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Der angeschlagene Chiphersteller steht vor dem Aus. Wie die Nachrichtenagentur Reuters gerade meldet, hat man einen Insolvenzantrag eingereicht.

Qimonda hatte sich zuletzt um Staatshilfen bemüht, doch die Konzernmutter Infineon wollte kein Geld zuschießen. Gestern war bekannt geworden, dass dem Unternehmen kruzfristig 300 Millionen Euro fehlen – die ließen sich offenbar nicht auftreiben, weshalb man nun beim Amstgericht München den Insolvenzantrag stellte. Eine Stellungnahme dazu gab es bisher weder von Qimonda noch von Infineon. (Daniel Dubsky)

((Update))

Laut dem Vorstandsvorsitzenden Kin Wah Loh geht man davon aus, den Geschäftsbetrieb fortführen zu können. Zudem hofft man, mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter den »bereits begonnenen Restrukturierungsprozess zu beschleunigen und das Unternehmen wieder auf eine solide Basis zu stellen.« Den Insolvenzantrag habe man stellen müssen, weil die sinkenden Preise und die Finanzkrise das Unternehmen unter Druck setzten, das zugesagte Finanzierungspaket des Freisstaats Sachsen, der Muttergesellschaft Infineon und verschiedener Banken »trotz intensiver … äußerst komplexer Verhandlungen … nicht rechtzeitig abgeschlossen« werden konnte.