Encyclopedia Britannica will Wikipedia werden

Allgemein

Das altehrwürdige Nachschlagewerk soll entstaubt und für User-Beiträge geöffnet werden. Und bei Google will man auch besser abschneiden.

Bei einem Australien-Besuch verkündete Jorge Cauz, Chef des Nachschlagunternehmens, dass man nun auch den Anschluss an die Zukunft suche: Ab sofort können Nutzer der Site ihren eigenen Senf zu den Einträgen abgeben. Der wird allerdings erst vom Personal der Lexikon-Institution auf seine Qualität untersucht, bevor er die Augen anderer Nutzer erreicht.

Besonders bewährte User sollen künftig dann auch die Möglichkeit bekommen, selbst Content zu generieren, der zu dem offiziell autorisierten gestellt wird. Voraussetzung ist in jedem Fall die Registrierung mit echtem Namen und Adresse.

Darüber, was Cauz und Co. zu ihrer Öffnungspolitik bewegt, gibt es keine Zweifel – es ist der Erfolg von Wikipedia. Dass bei Google-Suchen Einträge aus diesem Werk über denen aus seinem Lexikon stünden, sei ein Unding, jammert Cauz und nörgelt nicht nur an der Qualität des Konkurrenzproduktes herum, sondern auch am Suchalgorithmus von Google. Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Und wer das gesagt hat, wird Cauz bestimmt auch noch herausfinden … [gk]

Sydney Morning Herald