China sperrt 1.250 Porno-Seiten

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Weil frei zugängliche Pornographie die Bürger ruiniert, versucht die Regierung der Volksrepublik diese zu blockieren und brüstet sich mit einem ersten Zwischensieg.

Die chinesische Regierung verkündet stolz ganze 1.250 Seiten mit pornographischen Inhalten blockiert zu haben. »Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns«, mein jedoch Liu Zhengrong, Verantwortlicher für die Internetregulierung. Anfang des Monats hat die Regierung Webseiten wie Baidu, Google und Sohu aufgefordert derartige Inhalte zu blocken. Das Ganze ist Teil eines großen Kampfs der Volksrepublik gegen anstößiges Material im Internet. China zensiert Webseiten und Inhalte, die »sozial destabilisierend« sein könnten. Dazu zählen nicht nur Pornographie, sondern auch politische Kritik, oder historische Dokumente, die die Kommunistische Partei Chinas in einem schlechten Licht erscheinen lassen.

Trotz der Blockade von 1.250 Seiten ist pornographisches Material auch weiterhin problemlos im Web der Volksrepublik zu finden, so Yahoo-News. Täglich erblinken 3.000 neue chinesische Webseiten das Licht der Welt – Tendenz steigend. Die Regierung gibt zu, dass es sich bei dem Versuch Pornographie zu sperren um eine Sisyphosarbeit handelt – man möchte es jedoch nicht unversucht lassen, so die KPCH. (Maxim Roubintchik)