Cebit: Konkurrenz für Amazon Kindle und Sony E-Book-Reader

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Das deutsche Startup txtr arbeitet an einem Lesegerät, das nicht nur stylischer aussieht als die E-Book-Reader von Amazon und Sony, sondern auch flexibler ist und flotter reagiert.

Das Startup txtr betreibt unter txtr.com eine Plattform zur Verwaltung von Texten in den verschiedensten Formaten. Dieser will man ein Lesegerät zur Seite stellen, so dass eine offene Lösung zum Speichern, Verwalten, Veröffentlichen und Austauschen von Dokumenten entsteht.

Der txtr reader, so der Name des Lesegerätes, wird ein 6-Zoll-Display mitbringen, das dank E-Ink-Technologie ohne Hintergrundbeleuchtung arbeitet und sich auch bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen lässt. Mithilfe eines optimierten Controllers reagiert es deutlich schneller auf Eingaben des Benutzers – davon konnten wir uns vor wenigen Wochen bereits überzeugen, als man uns in der Redaktion einen Prototypen vorführte. Zudem verzichtet man beim txtr reader auf die vielen Knöpfe, die sowohl den Kindle als auch den Sony PRS-505 schmücken, und setzt stattdessen auf einige seitlich angebrachte Touch-Elemente.

Via UMTS und GPRS hält der txtr reader die Verbindung zu txtr.com und gleicht die Texte des Benutzers ab. Auf gleichem Wege sollen sich auch neue E-Books auf das Gerät laden lassen. Zum Start des Gerätes soll ein umfangreiches Buch-Programm mit Titeln großer deutscher Verlage online sein, verspricht man.

Mit dem Rechner kommuniziert der Reader über USB und WLAN. Sehr clever ist zudem, dass zwei Reader untereinander Texte via Bluetooth austauschen können.

txtr reader

Auf der Cebit will man den txtr reader erstmals der Öffentlichkeit präsentieren, bevor er dann voraussichtlich im dritten Quartal des Jahres auf den Markt kommt. Einen Preis nannte man noch nicht, kündigte aber schon an, dem Gerät, das 1 GByte internen Speicher besitzt, eine SD-Karte mit 8 GByte beizulegen, auf der sich bereits einige Inhalte befinden sollen.

Der Reader kommt mit allen Arten von Texten zurecht – von Text- und Worddateien über PDF bis hin zu EPUB, in dem etwa die Bücher für Sonys E-Book-Reader verkauft werden. Txtr ist als offene Plattform geplant, für die man SDKs mit offenen APIs bereitstellt, damit Entwickler eigene Anwendungen für Reader und Online-Plattform schreiben können. (Daniel Dubsky)