Weißes Haus: Neustart mit Web 2.0

AllgemeinMarketingSoziale Netzwerke

Unmittelbar nach der Amtseinführung von Barack Obama erscheint auch die Website des Weißen Hauses im neuen Look. Web-2.0-Techniken sollen die Kommunikation mit den Bürgern verbessern.

Sein Versprechen, bei Amtsantritt keine Zeit zu verlieren, hat der neue US-Präsident Barack Obama in einem Punkt bereits wahr gemacht. Die Webseite des Weißen Hauses wurde nur Sekunden nach der Vereidigung des Präsidenten neu gestartet. Im neuen Design und mit dem Foto von Obama.

Ex-Präsident Bush war noch nicht im Helikopter, der ihn nach Midland in Texas bringen sollte, als die Webseite bereits im neuen Look erschien. Auch die gesamte Regierungsmannschaft wurde bereits vorgestellt.

Jeden Samstag eine Videobotschaft
Gegenüber der alten Website glänzt Whitehouse.gov jetzt mit mehr interaktiven Elementen wie einer Fotogalerie oder der Aufforderung das Weiße Haus per E-Mail zu kontaktieren.

Außerdem soll es jeden Samstag eine Videobotschaft geben. Zumindest in dieser Hinsicht muss sich die Deutsche Bundesregierung nicht verstecken. Angela Merkel bringt ihre Botschaften ebenfalls regelmäßig per Audio- oder Video-Podcast unter die Leute.

Die Website des Weißen Hauses soll sich zu einem Forum für die Kommunikation mit den Bürgern entwickeln. Interaktive Elemente, ein E-Mail-Kontakt und Blogs machen den Anfang.

Der erste Blog um 12.01 Uhr
Gleichzeitig begann das Obama-Team ein zweites Versprechen aus dem Wahlkampf einzulösen: Mehr Transparenz und Volksnähe in der Regierungsarbeit. Die soll unter anderem ein Blog herstellen. Genau eine Minute nach Mitternacht (Washingtoner Zeit) meldete sich Macon Phillips, der Director of New Media im Weißen Haus, mit dem ersten Blogeintrag.

Social Networking als politisches Instrument
Damit setzen Obama und seine Mannschaft nur das fort, was sie bereits im Wahlkampf erfolgreich praktiziert hatten. Da hatten sie Social-Networking-Techniken wie Flickr, MySpace, Facebook oder Twitter ausgiebig genutzt, um Anhänger zu mobilisieren.

Auch die offizielle Website des Wahlkämpfers Obama bestach gegenüber den politischen Konkurrenten durch zahlreiche dynamische und interaktive Elemente. Der Webauftritt von John McCain wirkte da vergleichsweise statisch und altbacken.

Fazit: Der Start von Barack Obama ist also zumindest kommunikationstechnisch gelungen.
(Mehmet Toprak)

Weblinks
Das Weiße Haus
Bundesregierung im Web