Cybercrime: Spezialisierte Staatsanwälte sollen Kampf aufnehmen

Sicherheit

2008 ergab eine Umfrage der Forsa im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom, dass fast vier Millionen Deutsche schon einmal Opfer von Computerkriminalität geworden sind. Nun fordern der Bitkom und der Verein “Deutschland sicher im Netz“, dass spezialisierte Staatsanwaltschaften gegen Cyber-Kriminelle vorgehen. Denn immer häufiger wird das Internet für Straftaten genutzt.

Laut Bitkom besagt die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2007, dass in rund 180.000 Fällen das Internet als Tatmittel benutzt wurde – ein Anstieg um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Bundeskriminalamt warnt, dass die Täter sehr innovativ seien und sich ständig den technischen Gegebenheiten anpassten. Betrüger versuchten heute etwa durch Phishing nicht nur an Online-Banking-Konten, sondern an alle Formen von Zugangsdaten heranzukommen, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke.

Drei Maßnahmen sind laut Bitkom wichtig, um Computerkriminalität eindämmen zu können. Der Austausch von Informationen zwischen Staat und Wirtschaft müsse verbessert werden, IT-Produkte müssten stets weiterentwickelt und dadurch sicherer gemacht werden und jeder Anwender müsse  Verantwortung übernehmen und seinen Rechner absichern. Nach der Bitkom-Umfrage nutzen beispielsweise nur zwei Drittel der Internet-User eine Firewall. Wer keine Firewalls installiert und gedankenlos surft, dessen Computer wird schnell zur Bedrohung auch für andere Nutzer“, sagt Professor Dieter Kempf, Vorstandsvorsitzender des Vereins “Deutschland sicher im Netz“ (Christian Lanzerath)