UFO-Hacker wird vorerst nicht ausgeliefert

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Der unter dem Spitznamen UFO-Hacker bekannt gewordene Brite Gary McKinnon soll vorerst nicht in die USA abgeschoben werden. Er drang unerlaubt in Rechner des US-Militärs und der NASA ein.

Falls er in ein amerikanisches Hochsicherheitsgefängnis gesteckt wird, könnte er eine Geistesstörung erleiden oder möglicherweise Selbstmord begehen, das beschloss ein hohes britisches Gericht. In den USA drohen McKinnon bis zu 70 Jahre Haft. »Die Auslieferung würde seine Gesundheit gefährden«, behauptet sein Anwalt Edward Fitzgerald. Zuvor hatte das oberste britische Gericht beschlossen den Computerexperten an die Vereinigten Staaten zu übergeben. Dort sollte er nach dem US-Recht verurteilt werden – obwohl er Brite ist und sich zum Tatzeitpunkt nicht in den USA aufgehalten hat. Gary McKinnon leidet an dem Asperger Syndrom, einer leichten Form des Autismus und würde getrennt von seiner Familie psychische Folgeschäden davontragen – so der Anwalt.

McKinnon hat niemals bestritten sich in die Rechner der US-Regierung gehackt zu haben. Er war auf der Suche nach Beweisen für Außerirdische und hat diese nach seinen Angaben auch gefunden. Er verschaffte sich Zugriff zu Servern von Army, Navy, Air Force, Verteidigungsministerium sowie NASA und hat laut der amerikanischen Regierung einen Schaden von knapp 800.000 US-Dollar verursacht. Der Hacker hatte sich gewundert wie spielend leicht er in die Hochsicherheitsserver eindringen konnte. (Maxim Roubintchik)