Billig-Alternative: AMD liefert ab sofort 760G-Chipsatz aus

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Für günstige Desktop-Systeme ist die Offerte mit integriertem Grafikchip gedacht. Für krisengeschüttelte Firmen oder Haushalte wohl gerade das Richtige – falls die überhaupt noch an Anschaffungen denken.

Seit gestern läuft der 760G-Chipsatz vom Band, sozusagen. Er sei dafür gedacht, sich das Motherboard mit einem Athlon X2 7000 zu teilen und passe auf Boards mit AM2- und AM3-Sockets. Technisch ist es eine schmälere Version des 780G.
Er enthält eine integrierte DirectX 10-kompatible Grafik, die OpenGL 2 unterstützt. Auf die sei der Käufer aber nicht ewig festgelegt, man könne auch eine echte Karte (HD 3450 oder 2400) ins System stecken, dann ruhe der integrierte Chip. Und umgekehrt könne eine teure Beschleunigerkarte eine Stromsparpause einlegen, während der sparsame interne Chip übernehme.
AMD behauptet, die Grafikperformance liege deutlich über dem Niveau eines Intel GMA 4500. Das reiche aus, um World of Warcraft flüssig in der Auflösung 1280 x 1024 laufen zu lassen. Die Grafikdaten erreichen den Bildschirm via Displayport oder HDMI. Übrigens besitze der Chipsatz noch eine Hardware-Beschleunigung für DVD-Playback, was den Prozessor entlaste. Auch werde die Grafikdarstellung innerhalb von Adobe Reader oder MS Office dank ATI Stream gezielt beschleunigt.
PC-Anbieter wie Asus, ECS, Gigabyte, Foxconn und MSI haben bereits Motherboards mit 760G angekündigt. Die dürften inklusive Prozessor bei Verkaufspreisen von um die 150 Dollar liegen, was Systempreise auf Netbook- und Nettop-Niveau möglich machen sollte. (rm)

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